Rittergut statt Reihenhaus – Tarquins Leben zwischen Tradition und Alltag (S2F7)

Shownotes

Noch mehr Inspiration: instagram / website

Transkript anzeigen

00:00:02:

00:00:04: Hey

00:00:04: und willkommen bei Brilux zu Hause.

00:00:06: Ich bin Erik Schrot, Interior

00:00:07: Designer und euer Host.

00:00:09: Und in jeder Podcastfolge treffe ich super spannende Menschen mit sehr besonderen Geschichten rund ums Wohnen und ums Einrichten.

00:00:16: Wenig heute kennenlerne – ich hab ehrlicherweise

00:00:19: überhaupt gar keine Ahnung!

00:00:20: Denn jede Begegnung ist auch für mich eine totale

00:00:22: Überraschung.

00:00:23: Aber zum Glück bekomme ich von meiner Redaktion immer ein paar Notizen mit.

00:00:27: Ich nehm euch wie jedes Mal mit auf die Reise zu spannenden Design- Geheimnissen, Jobs leben.

00:00:38: Ich weiß es noch nicht genau!

00:00:39: Ich weiß nämlich so viel wie ihr nichts außer das Tarquin.

00:00:43: mir gegenüber sitzt ein Mann mit dem wahrscheinlich außergewöhnlichsten Namen den ich bisher gehört hab.

00:00:47: Hi

00:00:48: Ja hallo Erik freut mich sehr vor allem dass ich noch als junger Mann durchgeregt habe.

00:00:52: So

00:00:53: was von oder gut konserviert?

00:00:54: Naja ein

00:00:54: paar graue Haare sind ja schon da.

00:00:57: Nein ich freu mich eher bei dir zu sein Und ein bisschen dir von meinem Leben zu erzählen und solchen Dingen, die du jetzt hoffentlich Stück für Stück lüften wirst.

00:01:05: Ich bin da sehr gespannt wie weit und wie tief du vordringen wirst!

00:01:08: Oh das werden wir sehen... Das hört sich schon sehr vielversprechend an.

00:01:11: ich habe wie immer von meiner Redaktion hier ein paar Karten bekommen auf denen Hinweise stehen und ich muss auf jeden Fall direkt schmunzeln wenn ich mir gerade den ersten Hinweis durchlese weil.. ...ich hab ja grade gesagt außergewöhnliche Name Tarquin und hier steht moderner Ritter

00:01:28: Ja.

00:01:28: Hast

00:01:29: du den Namen selbst ausgesucht, machst du Rollenspiele?

00:01:32: Nein!

00:01:32: Also fangen wir erst mal mit dem Vornamen an.

00:01:34: Tarquin kommt ist Alt Latein und kommt vom letzten etruskischen König Roms von Tarquinius zu Perbus.

00:01:39: Wann heißt so viel wie der Große?

00:01:41: Ah eher Tarquin der Hochmütige.

00:01:43: Ach so!

00:01:45: Und er wurde aufgrund ... also in der Geschichte wurde ja mit Tim von Chanda aus Rom verjagt aber das ist etrussische Geschichte also dass es wirklich alt latein.

00:01:52: Wie bin ich zu diesem aufregenden Namen gekommen?

00:01:53: Na ja, schlussendlich ... Meine Mutter saß mit mir Hochschwanger auf dem Hochsitz zur Jagd und las ein Buch.

00:02:00: Der Hauptprotagonist trug diesen Namen.

00:02:02: Und dann wusste sie, okay so wird mein Sohn den nicht unter einem Herzen trage heißen!

00:02:06: Jetzt hättest du mir grad irgendwie das neue Drehbuch von die Herr der Ringe Teil fünfzehn oder?

00:02:12: Das ist original die Geschichte dahinter.

00:02:14: Ja.

00:02:14: Das ist originale Geschichte dahinten.

00:02:16: Meines Wissenstandes nach haben wir drei Tagwinds in Deutschland, wenn man sich googelt Und einer sitzt heute hier und unterhält sich mit dir.

00:02:22: Okay, also waren jetzt so viele Dinge bei denen ich mal ganz kurz zweimal hinhören musste?

00:02:27: Deine Mutter saß mit ihr Hochschwanger auf dem Hochsitz ... Richtig!

00:02:30: Da kam der Name zustande.

00:02:31: Was hat das jetzt mit moderner Ritter zu tun?

00:02:34: Na ja, also wir sind... Ich habe einen Wort hier gerade voran enthalten.

00:02:38: Sie war Hochschwangern mit ihrem Hoferben.

00:02:44: Das hängt damit zusammen, dass wir nun mal eine etwas ... Na ja, sagen wir mal, älter eingesetzene Familie sind.

00:02:51: Und dementsprechend auch immer Wert darauf gelegt haben, dass es Vornamen gibt die Jahrhunderte überdauern können?

00:03:02: Das kann Karl-Heinz auch!

00:03:04: Aber dann muss man im Regelfall immer das Geburtsdatum dabei nennen.

00:03:07: Welchen Karl-Heins wie mein?

00:03:09: Moment, es geht ja Gott sei jetzt nicht um Karl-heins.

00:03:11: Wie spannend, das heißt du bist Ritter.

00:03:15: Nein, ich bin also Ritter in dem Sinne nicht.

00:03:17: Aber ich komme aus einer altwestfälischen Adels-Familie.

00:03:20: Wir haben irgendwann mal unseren Adelstitel verloren vor ... Dronat und Patsa quetschten Jahren plus Jahre.

00:03:27: Da ist er uns aberkannt worden aufgrund von ... Also die Urkunden erzählen ungebüulichem Verhalten des Lähnzherren gegenüber.

00:03:34: Nein, nein!

00:03:36: Was

00:03:36: auch immer da passiert ist genau das wissen wir so nicht.

00:03:39: Aber das ist wohl, so steht es in den Urkunden.

00:03:42: Und wir haben eine Familiengeschichte die bis thirteenhundert zurückgeht ja.

00:03:48: Wow!

00:03:49: Also das erlebt man heutzutage leider nicht mehr so oft weil auch gerade viele dieser alten Häuser oder Burgen oder wie auch immer ja irgendwann dann doch an die Stadt und das Dorf und das Land oder so gefallen sind wenn sie denn überhaupt noch da sind.

00:04:01: ich gucke mal kurz auf meine zweite Karte.

00:04:03: vielleicht gibt die noch ein bisschen mehr Aufschluss.

00:04:06: ganzes Leben auf eigenem Anwesen.

00:04:08: Du hast es gerade schon gesagt, ihr habt ihn anwesend.

00:04:10: Das heißt du hast quasi einen Rittergut geerbt?

00:04:13: Ja genau!

00:04:14: Also ich bin Leitende Generationen in dessen verantwortungsvollen Hennen unser Familienbesitz sich befindet.

00:04:19: das ist ein altes Ritter-Gut.

00:04:21: Ist das ne Burg so richtig wie man sich das vorstellt früher?

00:04:23: Ja

00:04:23: das könnte man so mutmaßen.

00:04:25: also wir haben eine erste kundliche Erwähnung um zwölfhundert und vierzig datiert.

00:04:28: ab dem Moment lebten an dieser Stelle Menschen und dann haben wir eine sehr bewegte Geschichte.

00:04:32: da können wir einen eigenen Podcast drüber machen.

00:04:34: über die letzten sieben oder acht

00:04:35: Jahre Geschichte die ich jetzt

00:04:36: sehen kann haben wir eine sehr bewegte Geschichte des Anwesens.

00:04:40: und wie gesagt, ich bin jetzt sechste Generation in dessen verantwortungsvollen Händen es liegt.

00:04:43: Und die siebte Generation ist mein Sohnemann, der ist jetzt ein zwanzig, der wächst also heran.

00:04:48: Ist auch schon ein junger erwachsener Mann, seinen Weg versucht zu gehen.

00:04:53: Das ist sein altes Rittergut, das ist fifteenhunderteins in den Titulierungen Des Ritter Gutes erhoben worden.

00:04:59: Wir liegen mitten im Sauerland in der Nähe von Arnsberg Und haben keinen Nachbarn

00:05:04: ... Die Familie, hab ich dir ebischen erzählt.

00:05:06: Du hast mir gesagt du kommst aus dem Sauerland mehr nicht!

00:05:09: Richtig

00:05:09: und haben kein Nachbaren in der Sichtachse.

00:05:12: also unser nächster Nachbar ist gefühlt anderthalb Kilometer fast entfernt.

00:05:16: Wie groß ist dieses Ritter gut?

00:05:17: Also nur, damit man so eine Vorstellung irgendwie hat.

00:05:20: Ah!

00:05:20: Unser Haupthaus hat alleine eine Wohnfläche von tausend vierhundert Quadratmeter.

00:05:25: Wer putzt

00:05:25: das?!

00:05:26: Aktuell befinden wir uns in einem Sanierungsbereich und da wird also gar nicht groß geputzt weil wir eine Umnutzung haben bei der die Hofstelle an sich selber umgenutzt wird.

00:05:34: Wir sind seit ... ja, wir haben vor zwanzig Jahren angefangen, Restrukturierungsplan zu schreiben.

00:05:38: Wir sind vor fünf Jahren in den Genehmigungsverfahren eingetaucht und sind seit September, in der großangelegten Kernsanierung.

00:05:46: Der gesamte Hofstelle.

00:05:48: Die Hofsteller an sich selber hat natürlich mehrere Gebäude von ehemaligen Nebengebäuden und unserem Reithaus mit unseren Stallungen dabei.

00:05:57: So was alles haben wir auch noch und eine eigene Kapelle auf dem Hof.

00:06:00: Eine Försterei, die noch zum Hof gehört ... Wie

00:06:03: viel Quadratmeter insgesamt?

00:06:05: Kann man das noch zählen?

00:06:06: Ja, natürlich kann man das zähln.

00:06:08: Die Hofstelle an sich selber sind knapp zwanzigtausend Quadratmeter.

00:06:12: Boah!

00:06:13: Wahnsinn.

00:06:14: Nicht mit meinem Hundert-Quadratmeter reinhäuschen.

00:06:16: also das Grundstück ist hundert Quadratmetern so viel dazu.

00:06:20: Ansonsten haben wir nur Wald um uns herum und Wiesen und das klingt alles sehr idyllisch und wir pflegen das sehr und sind uns bewusst über die Privilegien in denen wir dort leben.

00:06:29: Privilegen aber wahrscheinlich auch extrem große Herausforderungen vor allem ...

00:06:33: So eine Zeit, dass auch alles

00:06:35: entstand zu halt nur zu

00:06:36: finanzieren.

00:06:36: Das ist vollkommen richtig!

00:06:37: Also Herausforderungen in ganz vielen Bereichen.

00:06:40: auf der einen Seite müssen wir uns sehr moderne natürlich nicht verschließen und das ist gerade auch so eine Transformation in die folgenden Generationen.

00:06:46: jetzt können wir froh sein, dass ich jungen Vater geworden bin und noch nicht ganz so alt bin und ein paar gute Jahre was zu tun haben möchte.

00:06:54: aber wie können die neue Generation nicht so zwingend wie ich gezwungen worden bin?

00:06:57: Gezwungen immer in Anführungsstrichen gestellt oder die vorhergehenden Generationen gezwungen worden sind, dafür ist Globalisierung und Schnellebigkeit.

00:07:04: Und solche Dinge, die wir heute haben.

00:07:07: Stecken wahrscheinlich auch viele Regeln hinterüber?

00:07:09: Auf diese muss ich gleich noch zu sprechen kommen!

00:07:11: Das haben wir... Also da gibt es interne Familienregelung und so was und auch externe Regelungen, denen wir uns unterwerfen müssen.

00:07:17: Es ist einfach so.

00:07:18: aber ansonsten kann man das, wenn man die Tradition nicht bewahrt, wichtig ist, dass man das Feuer weitergibt.

00:07:24: Nicht irgendwelche Asche an die nächsten Generationen sondern das Feuer dafür.

00:07:27: Ich glaube, das haben wir ganz gut geschafft.

00:07:30: Wirtschaftliche Situationen stellt natürlich solche Anwesen uns immer vor Riesen-Herausforderungen.

00:07:41: Meine Gattin hat eigentlich sehr häufig gesagt, es ist vermessen wenn man das so sagt aber aus unserer Perspektive sagt sich wäre froh, wenn wir nur ein Familienhaus hätten.

00:07:52: Ja genau!

00:07:52: Das wäre ganz easy peasy.

00:07:55: Aber das haben wir halt nicht.

00:07:56: Und dementsprechend sind wir in einer großen Umstrukturierung, um wirtschaftliche Nachhaltigkeiten für die nächsten Generationen zu

00:08:02: gewährleisten.".

00:08:04: Also großes Erbe, große Herausforderung, aber die Schlacht ist da, um sie zu gewinnen... ...um dass man im Ritterfachschagor sich natürlich beherrsche!

00:08:12: Aber bevor wir so ein bisschen auf diese Regeln, die du gerade schon angesprochen hast eingehen und auch natürlich wollen wir noch mehr über dein Leben auf dem Ritter gut kennenlernen ... Du hast einen Gegenstand mitgebracht.

00:08:22: Der uns wahrscheinlich noch etwas mehr verrät über deinen Leben.

00:08:25: Das hab

00:08:25: ich getan!

00:08:26: Ich darf den mal auspacken?

00:08:27: Ja bitte!

00:08:28: Ich glaubst dich, dass ich hier im Ritter sitze.

00:08:31: So kann man das sagen...

00:08:33: Hast du auch eine Rüstung?

00:08:35: Ja aber nicht an!

00:08:38: Okay Oh wow, was ist das?

00:08:41: Also ich beschreib's mal kurz für alle die jetzt nicht im Videopodcast zu schauen.

00:08:45: Es ist ein kleines Leder-Mäppchenetrieb wie auch immer eine Hülle und da is' einer Art Sichel die aber so in einer Hand passt, kann man's sichl nennen.

00:08:56: So eine Sichel oder wie heißt das?

00:08:57: Wo man Kräuter mit klein macht ... Ein

00:09:00: Küchenmesser zum Beispiel, ein Wiege-Messer.

00:09:03: Sieht aber auch aus wie so ne Miniaturachs.

00:09:05: Oder wenn man es hinstellt wie einen ziemlich modern künstlerisch ausgeprägter Pilz.

00:09:11: Ja!

00:09:12: Was ist wahrscheinlich nicht ist.

00:09:14: Ist das eine Waffe?

00:09:16: Nein, das kann man als Waffe einsetzen.

00:09:19: Weil man es als Waffen einsetzen kann, fällt es mir unter das deutsche Waffenrecht.

00:09:22: Ich lösst dir das mal auf, was es ist.

00:09:26: Ja

00:09:26: bitte!

00:09:27: Das ist ein Halbmond.

00:09:30: Ein sogenanntes halbnond Messer fällt unter die Kategorie der Faustmesser.

00:09:34: wie du's schon richtig hattest wird in den Faust getragen also dass es oberhalb des Daums und des Zeigefingers ist nicht wie in der Küche als Kräuterschneidemesser also nicht als Wiegemesser sondern so als Faustmesser getragen.

00:09:47: Und weil ich ja auch noch einen normalen Beruf gelernt habe und nicht nur so ein Gutsbesitzer bin.

00:09:51: Ach, sagen Sie jetzt?

00:09:52: Du hast BWL studiert ... Nein

00:09:54: gar nicht!

00:09:54: Ich habe Handwerk gelernt und ich bin gelernter Sattler.

00:09:59: Auao, auch ein spannender Beruf.

00:10:00: Ja,

00:10:01: ich bin ein gelerner Satteler und war mal vor vielen Jahren Deutschlands jüngster Marssattler und habe eine eigene Werkstatt, eine eigene Firma, wo können wir auch noch ein Podcast drüber machen?

00:10:13: die sehr erfolgreich, sich positioniert hat die letzten zwanzig Jahre in Deutschland mit dem Kerngeschäft unserer Maßanfertigung für Pferd und Reiter im Reitsport.

00:10:21: Es ist ja auch ein ausstärmender Beruf oder muss man leider so sagen?

00:10:24: Ja absolut!

00:10:24: Und das ist... Warum habe ich dir den Gegenstand heute mitgebracht?

00:10:28: Ganz einfach deswegen die Dinge, die wir tun sind reine Einzelanfertigungen,

00:10:33: d.h.,

00:10:34: wir haben kein festes Warenprogramm sondern wir sind noch richtig Handwerksbetrieb und wir haben also eine sehr ausgedehnte Wertschöpfungskette von einer Zeichnung mit dem Kunden bis zum fertigen Produkt.

00:10:44: Wenn wir ein Produkt für einen Kunden herstellen, dann ist dieses das erste Werkzeug, was wir benutzen.

00:10:48: Für den Zuschnitt des Leders fürs Ausdünnen und dergleichen.

00:10:52: Damit wird es zugeschnitten?

00:10:53: Genau die gesamte Wertschöpfungskette einer Einzelanfertigung beginnt mit diesem Werkzeug als erstes.

00:11:01: Jetzt verletze ich mich wenn ich in die Klinge... Nein!

00:11:03: Ich habe ein stumpfes Mitgebracht.

00:11:04: Du wusstest schon, wie du dir vor dem Sitz saß.

00:11:08: Ganz geschickt bin ich im Umgang mit solchen Dingen nicht.

00:11:11: Mit Waffen sowieso nicht, das ist auch gut so!

00:11:14: Also total spannend weil das wäre natürlich eine Frage gewesen die noch gekommen wäre wie finanzierst du dein Leben?

00:11:20: und der Hof finanziert sich wahrscheinlich separat?

00:11:22: Du bist in einer Sattelerei.

00:11:23: aber bevor wir da weiter drauf eingehen Ich werfe mal einen Blick auf die nächste Karte.

00:11:28: Ein Thema das hast du gerade auch schon angesprochen strenge Regeln und Verpflichtungen Bevor wir auf die Sattellerei kommen bzw vielleicht hat es ja auch was damit zu tun dass das vererbt wurde.

00:11:38: Du sagst, du hast wenig anderer Wege.

00:11:41: Dein Sohn soll's anders haben ... Was sind so Regeln?

00:11:45: Wie funktioniert das, wenn man da reingeboren wird?

00:11:46: Das

00:11:47: hört sich mittelalterlich an, was ich erzähle und es ist unglaublich schwer für unsere aktuelle Situation von emanzipierten Frauen zu verstehen sicherlich.

00:11:58: Die Situation ist die, dass wir noch in der alten Höfe Rechtsordnung stehen Vom Erbe her, der Hof an sich selber steht in

00:12:06: einer

00:12:07: alten Höferechtsordnung.

00:12:08: Das hat was mit Erbschaft zu tun und ohne das Groß juristisch auseinanderzureden ist es so, dass wir eine eigene Erbrechssituation haben durch das Höferecht.

00:12:23: Es ist angekoppelt an das deutsche Recht.

00:12:24: aber es gibt ein paar Besonderheiten und eines der wichtigen Punkte ist schlussendlich, der älteste Sohn erbt immer alles.

00:12:33: Das ist wirklich noch so.

00:12:34: Das

00:12:34: ist faktisch einfach so?

00:12:35: Und was, also die Töchter fallen völlig hinten über ...

00:12:38: Ja im Prinzip schon sehr ja!

00:12:40: Also das ist eine Aussteuertour.

00:12:42: jetzt bleib mal meiner Bildsprache.

00:12:43: da wird ein Aussteuer-Tour zur Verfügung gestellt in Anführungsstrichen aber das war's.

00:12:48: der älteste Sohn erbt immer alles und wir haben vor vielen Generationen einen dokumentierten Brudermord aufgrund von Erbschaft in der Familie erlebt.

00:12:57: Was heißt viele Generationen, wo bewegen wir uns hier?

00:12:59: in welchem Jahrhundert?

00:13:01: Ende des Seventeenhunderts.

00:13:03: Er hat es einen Brudermord gegeben, der dokumentiert worden ist und entsprechend hat man dann in der Familie entschieden... Also da ging's also klassische Erbschreitigkeit.

00:13:14: Der Jüngere hat sie im Elteren nicht gegönnt und den Jünger hat ihn auf dem Hof einfach mit dem Messer abgestochen.

00:13:18: So würde man's heute sagen.

00:13:19: Ja,

00:13:19: ich sag mal, waren

00:13:21: halt noch andere Zeiten ... Und dann hat man in der Familie entschieden, dass man das so nicht nochmal erleben möchte und auf der einen Seite nicht.

00:13:28: Auf anderen Seite möchte man das anwesen und sich Familienstrukturen oder das anweisen und dergleichen einfach auch schützen.

00:13:35: Dann hat man entschieden, wenn man ein Kind bekommt und der älteste Ein-Sohn ist, dass danach es keine Kinder mehr gibt.

00:13:43: Weil das Risiko, dass es noch ein Sohn bei rauskommt viel zu groß ist.

00:13:48: Das heißt theoretisch, also du hast jetzt einen Sohn und davor kam wahrscheinlich dann auch keine Tochter.

00:13:53: Wenn ich das richtig rausgehört habe... Richtig!

00:13:55: ...das heißt jetzt Schluss, Schicht im Schalt?

00:13:56: Ja genau.

00:13:57: Und das sind so Unterhaltungen.

00:13:58: die sind in unserer heutigen emanzipierten Welt ein bisschen kompliziert zu führen.

00:14:01: Denn ich hab ihn mit meiner ersten... Ungewöhnlich auf jeden Fall.

00:14:04: Also ich bin auch in zweiter Ehe verheiratet.

00:14:05: Das sind so Transformationsprozesse, die im Leben halt einfach schlussendlich entstehen.

00:14:10: Es ist so dass somit aus erster Ehe der Hoferbe da war Und da ist nach wie vor.

00:14:18: Dann ist es natürlich kompliziert, wenn man sich anfühlt und neue Menschen kennenlernt in seinem Leben.

00:14:23: Man feststellt, das ist mehr als drei Wochen, wir mögen uns und haben Spaß miteinander.

00:14:28: Wir können uns mehr vorstellen.

00:14:30: Da müssen komische Unterhaltungen inhaltlich geführt werden.

00:14:33: Wo man ganz klar sagen muss, okay, also das Thema Kind fällt bei uns aus.

00:14:38: Der Hoferbe ist da ... Ich weiß ja nun mal, wie sie gemacht werden!

00:14:44: Kinder?

00:14:45: Ja, also braucht man sich ... brauchste mich auch nicht verarschen ehrlich gesagt.

00:14:48: Ja?

00:14:50: Ähm ja das sind aber schwierige Themenkomplexe in frisch entstehenden Beziehungen zu erörtern.

00:14:58: und auch da haben wir mit meiner jetzigen Frau, hab ich da sehr intensiv drüber gesprochen und dann haben wir einfach gesagt naja gut die Situation ist halt auch einfach.

00:15:05: dann die so.

00:15:07: wenn jetzt eine Entscheidung getroffen wird und du dich zum Anwesen bekennst und den Weg mit mir gehst dann komm aber auch nicht in zwei drei Jahren.

00:15:15: Nein, dann müssen wir es jetzt beenden.

00:15:17: Weil das gar keine Zielsetzung ist.

00:15:19: Boah!

00:15:19: Ich muss grad tiefer einatmen.

00:15:21: Also wirklich was, was man ja eher so aus The Royals oder sowas kennt?

00:15:24: Aber da ... Okay,

00:15:25: diese Strukturen sind irgendwie soweit weg von uns aber sind sie eigentlich

00:15:28: gar nicht?

00:15:29: Nein, sind die gar nicht.

00:15:30: Also Sie sind da in deinem ...

00:15:31: Und wir sehen das bei ganz vielen, gerade im Münsterland ... Also da ist es häufig je weiter.

00:15:36: Aber sagen was mal so in einem katholisch geprägten Landstrichen der älteste Sohn oder protestantische landstrichen.

00:15:42: Das ist häufig der jüngste Sohn.

00:15:43: Je weiter man nach Norddeutschland kommt umso eher ist er der Jüngste-Sohn.

00:15:48: Was ist eine Tochter zuvor geboren worden?

00:15:50: Der ist ja völlig

00:15:50: egal!

00:15:52: Nicht dass die Tochter egal ist aber jetzt nicht, dass mir das auf die Füße fällt und ich dann irgendwann in vier Wochen...

00:15:58: Ich verstehe, du könntest jetzt Zehnt Töchter in die Welt setzen, bis irgendwann Sohn kommt und dann ist Schluss.

00:16:03: Richtig!

00:16:04: Ich finde

00:16:06: das sich bis heute so durchgezogen hat und durchgesetzt hatte auch.

00:16:10: Und dass es halt einfach ... Ja, macht es kompliziert in den Unterhaltungen?

00:16:17: Das ist einfach so... Ich verstehe auch heutzutage, dass das nicht jeder mehr sehen möchte.

00:16:23: aber wenn wir Tradition bewahren wollen und wenn wir Erbe beschützen wollen Und unser Leben nicht zu wertvoll ansehen, weil eins ... Also wir sind auch nur ein Wimpernschlag der Geschichte.

00:16:38: Es gab ganz viele vor uns die gelitten haben und ihre Kämpfe gekämpft haben und es kommen noch ganz viele, die nach uns kommen.

00:16:45: Mit welcher Vermessenheit möchten wir heute beurteilen?

00:16:47: Dass nur wir die Entscheidungsgewalt haben oder dass nur wir in den Mittelpunkt dieser Welt sind, dass nur wissen wie das funktioniert?

00:16:55: Wir wären alle nichts ohne die vor unsere Ahnen, Und wir haben eine Verantwortung und diese Verantwortung komme ich für die nächsten Generation nach.

00:17:06: Wie vermessen wäre es schlussendlich, für mein eigenes Wohl zu entscheiden?

00:17:10: Nur für mich und meine fünfzig Jahre, die ich auf dieser Welt bin, zu entscheiden dass sich das haben möchte.

00:17:15: Das ist also wirklich faszinierend sich darüber zu unterhalten weil das sind natürlich Gespräche, die man nicht häufig führt.

00:17:20: jetzt stelle ich mir die Frage du hast gerade gesagt Du bist zum zweiten Mal verheiratet wenn man dann Single isst.

00:17:27: Also vielleicht jetzt eine doofe Frage, ich meine bei Promis gibt's das ja auch.

00:17:30: Gibt es dann so ne eigene... Adelsdating-App oder so?

00:17:33: Nein,

00:17:33: das nicht.

00:17:34: Das auf gar keinen Fall!

00:17:38: Wir lernen genauso Menschen kennen und man muss ja nun mal jetzt auch nicht nach dem ersten Wochenende schon mit der Tür ins Haus fallen und sagen naja also was ist ja bisher ganz herrter mit den Kräzen nicht

00:17:45: von

00:17:45: mir.

00:17:46: Wenn

00:17:46: du da gerade Fährdangeritten kommst und sagst oh, heute meint.

00:17:48: Heute nehme ich dich mit, jetzt ist es vorbei, oder?

00:17:50: Na ja,

00:17:50: das sehe ich ja schon noch in meiner Entscheidungsgewalt ob die Schwanger wird oder nicht.

00:17:53: So viel kann ihr ja selber besprechen.

00:17:55: Im besten

00:17:56: Falle?!

00:17:56: Ja... Da wird man groß mit auch mit der Verantwortung die dahinter steht.

00:18:03: Das glaube ich, gerade wenn man da reingeboren wurde und du sagst es ja grade ... Du bist eben in der wievielten Generation?

00:18:11: Sechsten Generation

00:18:11: jetzt.

00:18:12: Sechste Generation!

00:18:14: Und man hat die Verantwortung.

00:18:15: Aber was ist denn, wenn dein Sohn jetzt sagt?

00:18:17: Ja das alles schön und gut, Papa aber... Nee, danke.

00:18:20: Das ist kompliziert ... Weil wir ... Also ja, wir haben eine Lösung so es nicht.

00:18:27: Aber diese Lösung, die ist individuell oder familienorientiert, der arbeitet schlussendlich.

00:18:34: Aber das ist die Herausforderung von diesen traditionsbewussten Familien und ich sage ganz klar traditionsbewusst.

00:18:41: Ich sehe uns nicht konservativ Wir sind doch hochliberal in ganz vielen Punkten aber wissen halt auch wer wir sind Und pflegen das.

00:18:50: Wir haben natürlich auch gesellschaftliche Verantwortung bei uns im Umfeld, denn so Familien ... haben ein gewisses Standing in der Gesellschaft und müssen dort ihren Verantwortung nachkommen.

00:19:00: Das ist einfach so.

00:19:02: Aber da muss man ... Das ist kompliziert!

00:19:04: Und wir sehen das ja auch bei anderen Höfen- und großen Bauernhöfen, die noch in der gleichen Erbschaftsrechtsfolge sind oder bei anderen großen Burgen und Schlössern untergleichen.

00:19:14: Was macht man wenn die nächste Generation nicht das Feuer hat?

00:19:19: oder nicht das Feuer geerbt hat, wie man es dann getan hat.

00:19:22: Es gibt welche die verkaufen einfach alles?

00:19:24: Die lösen Familien-Traditionen auf und verkaufen das und haben ein gewisses Kapital ...

00:19:28: Da hab ich schon rausgehört, dass sie bei Ihnen

00:19:31: nicht diskutieren.

00:19:32: Überhaupt gar nicht zu diskutieren!

00:19:33: Egal welches Körperteil ich opfern sollte, ich opfere es ohne mit der Wimper zu zucken.

00:19:38: Nein, das ist nicht zu diskutieren.

00:19:41: Ein gängiger Prozess, der in den letzten zehn Jahren stattgefunden hat weil die scheidende Generation Die Baby-Boomer, die anfängt, scheitende Generationen abzugeben ist ein gängiges Konzept.

00:19:52: Das Stiftung gegründet werden.

00:19:54: in den letzten zehn Jahren sind fast nicht so viele Stiftungen gegrundet worden in Deutschland wie in den vergangenen zehn Jahren um Kapital zu sichern.

00:20:03: Denn damit hat man die Möglichkeit ... Einfach dargestellt, hat man einfach stossendlich die Möglichkeit, Eigentumkapital in einer Stiftkung zu binden und Kindern eine gewisse ... im Bereich Zuwendung zukommen zu lassen.

00:20:20: Aber Stiftungskapital, was einmal gebunden ist, da ist nicht veräußerbar.

00:20:25: Spannend!

00:20:25: Du hast gerade noch etwas anderes angesprochen, das ich ziemlich interessant finde.

00:20:29: Wenn man in so eine Familie hineingeboren wird hat man gewisse Verpflichtungen unabhängig der Erblinie sondern innerhalb der Gesellschaft.

00:20:36: Wie müssen wir uns das vorstellen?

00:20:37: Also ... Man kennt euch ja wahrscheinlich dann da wo ihr wohnt und du hast gesagt Nachbarschaft ist relativ weit weg.

00:20:44: aber wie sehen solche Verpflichten aus?

00:20:45: also Müsst ihr machen für die Gesellschaft?

00:20:49: Wir

00:20:50: müssen erst mal gar nichts.

00:20:52: In der Familie wird man solche Familien bestellen, haben natürlich Netzwerke, die von Schulen an aufgebaut werden ... XYZ kennt ja und diese Netzwerke gehen natürlich auch bis in heutzutage hohe politische Bereiche, die wir in Deutschland besetzt haben aktuell.

00:21:12: Also

00:21:13: es gibt hier jemanden der ganz bekannt aus dem Sauerland ist?

00:21:15: Ja!

00:21:15: Gerade sehr stark an der Spitze.

00:21:17: kennst du ihn persönlich Herrn

00:21:18: Merz?!

00:21:19: Ich war mit seiner Tochter in einem Abiturjagd.

00:21:21: Echt?

00:21:22: So, jetzt wird sie ja noch mal auf einer ganz anderen Ebene interessant packen auch!

00:21:26: Sie ist aber nicht die Holdemite, die du jetzt ...

00:21:28: Nein, nein, das nicht.

00:21:29: Aber da siehst Du einfach, Erik, dran wie Netzwerke entstehen, wo man mit groß wird und natürlich werden auch.

00:21:40: wir sind ja ein geschlossener Familienverbund.

00:21:44: Es gibt nicht nur so ein Onkel, sondern es gibt auch noch einen Großvetter.

00:21:48: Die Familie hat sich vor sechs Generationen ungefähr angefangen aufzuspalten mit drei verschiedenen Familienlinien.

00:21:55: Eine Familienlinie bin ich und die anderen Familienlinient sind auch noch sehr eng im Großraum Arnsberg und im Großrahmen Lippstadt vorhanden.

00:22:03: Mit einer Menge wirtschaftlichem Einfluss und einer Menge Immobilieneigentum dahinter.

00:22:09: Das heißt, man ist dafür verantwortlich auch Arbeitsplätze zu schaffen?

00:22:12: Genau.

00:22:14: Wir sorgen für unsere Arbeitsplätzen und gucken, dass sie ausgebaut werden.

00:22:18: Ich kann jetzt keine Zahlen nennen aber ich glaube wenn wir die gesamten Familienstruktur betrachten würden dann haben wir einen dreistelligen Bereich an Arbeitsplätzen für die wir sorgen.

00:22:27: das ist so im mittelständischen Bereich.

00:22:29: In mittelständischen Betrieben ist es aber auch natürlich so und da ist es keine Eigenwerbung.

00:22:33: Aber wir stehen für unsere Arbeitsplätze ein bisschen ein, also wir stehen da privat vor und das alles sehr familienorientiert.

00:22:40: Und bevor wir anfangen irgendwelche Kurzarbeit einzuführen oder irgendwie sowas, stehen wir schon mit Privatvermögen erst mal vor und sorgen dafür dass es unseren Leuten gut geht.

00:22:48: Dafür erwarten wir natürlich auch von unseren Angestellten ein bisschen entgegenkommen auf unterschiedlichsten Ebenen.

00:22:54: Aber es gibt Menschen die fühlen sich da sehr wohl in diesen Strom.

00:22:58: Man kann auf jeden Fall einsagen.

00:23:00: Wir gestalten halt auch, aufgrund der Bekanntheitssituation oder weil man wirklich eine Menge Leute kennt, gestaltet man auch räumliche Strukturen politisches Umfeld und dergleichen ein bisschen mit.

00:23:14: Adel

00:23:15: verpflichtet auf unterschiedlichsten ...

00:23:18: Ja, jetzt sind wir aus dem Adel raus und sind im gehobenen Bürgertum.

00:23:21: Aber für mich

00:23:22: bist du ein Ritter!

00:23:23: Jetzt nimm mir nicht die Illusion hier, die ich jetzt halt beim Kopf habe.

00:23:25: Das ist ja fast schon Märchenhaft.

00:23:28: Wahnsinnig interessant wirklich... Und ich hab noch so viele Stichpunkte auf meiner Karte, die Ich unbedingt alle abarbeiten will.

00:23:34: Als Nächste steht nämlich hier Unterschied Haus aus dem dreizehnten Jahrhundert versus Neubau.

00:23:39: Wie ist das denn wenn man als Als Kind auf so einem Anwesen aufwächst, das ist ja so riesig.

00:23:44: Das heißt ... Man kann nicht mal über einen Zaun zum Nachbassong gehen.

00:23:48: Geschwister?

00:23:48: Hast du eine Schwester dann?

00:23:50: Nein auch nicht.

00:23:50: Einzelkind!

00:23:52: Wie

00:23:52: ist es, wenn man da aufwärgst in diesem ... Ja, so ein bisschen isoliert hier auch.

00:23:57: Dann kommt man zu den Freunden nach Hause ... Nee

00:23:59: das haben wir anders gehandhabt.

00:24:01: also erst mal wird man da voll isoliert mit groß und ich bin da groß geworden mit meinen Pferden und meinen Hunden und dem Eigentum drum herum was mein Spielplatz war.

00:24:09: Also eigentlich

00:24:10: wie so ein Abenteuerspielplatz?

00:24:11: Ja

00:24:11: genau jetzt war mein Spiel platz nur mehrere hundert Hektar groß und ein Hektare besteht aus zehn tausend Quadratmetern.

00:24:17: also mein Spiel Platz war ein bisschen größer und ich konnte mich einfach nach der Schule abseilen und wenn ich abends zuhause war dann war halt abends Zuhause und ansonsten konnte ich im Wald anderen Bereichen tun, was ich wollte.

00:24:27: Freunde sind zu uns gekommen und auf den Hof gekommen.

00:24:29: Weil einfach ... Ich war cooler bei uns etwas zu machen.

00:24:33: Natürlich auch für die Freunde!

00:24:35: Und wir konnten wilde Burgen bauen und Flöße bauen.

00:24:38: Völlig egal, was wir gemacht haben.

00:24:40: Meine Sandkastenfreundinnen und ich, sie hatten hier Fert bei uns stehen und wir sind durch ein Wald geritten und haben viele Jahre gehabt und Spaß gehabt.

00:24:47: Alles sehr gut und schöne Zeiten gehabt Und wenn es dann auch mal ... Ich kann dir auf deine Frage zurückzukommen.

00:24:52: Erzähl ich dir eine schöne Geschichte, die sich so bewahrheitet hat?

00:24:56: Natürlich war ich bei Schulfreunden zu Hause und dergleichen, aber es ist eine sehr schöne Geschichte dahinter.

00:25:03: Jetzt bin ich ja in einem großen Haus groß geworden was ...

00:25:07: Dezent

00:25:07: Großes nicht

00:25:08: so klein

00:25:09: und ein paar hohe Decken hat und große Türen hat.

00:25:13: viel Raum und viel Fläche hat.

00:25:14: Und in diesem Haus bin ich groß geworden mit meinen Eltern, also ich als glückliches Einzelkind mit meinen Eltern.

00:25:19: Dann gab's mal so ein Kindermädchen und dann gab es auch mal eine Haushälterin bis sie mit einem Herzinfarkt verstarb, da wurde keine Neue eingestellt.

00:25:25: Das war die Struktur, in der ich großgeworden bin auf tausend Schöne Quadratmetern.

00:25:29: Jetzt war ich aber natürlich bei Freunden im Kindergarten, im Grundschulalter.

00:25:34: Bei Freunden und sowas ... Sie ist mittlerweile verstorben, war unsere ehemalige Leiterin von einer Grundschule wo ich bei ihrem Sohn war.

00:25:45: Und Elke sagte, da bat dann meine Mutter sehr freundlich darum, dass sich bitte nicht mehr wiederkommen sollte ...

00:25:52: Weil?

00:25:53: Ja, sondern ihr Sohn besser zu uns auf den Hof kommt weil ich einfach immer vor die Türrahmen gelaufen bin

00:26:01: Weil die so

00:26:02: Standard-Mäße hatten.

00:26:05: Weil unsere Türen einfach ein bisschen größer sind und als Kind man diese breiteren, doppelflügligen Tünen schlussendlich gewohnt war.

00:26:12: aber das passt in so einen modernen Neubau.

00:26:14: einfach passt dich da nicht rein.

00:26:16: Oh Gott natürlich!

00:26:17: Das denkt mir ja gar nicht drüber.

00:26:18: nach Werbung Wenn Tarquin so über seine Kindheit auf dem Rittergut spricht, dann merkt man erst mal wie unterschiedlich Wohnen und Aufwachsen und Leben eigentlich sein kann.

00:26:29: Und noch mehr solcher inspirierenden Geschichten gibt's natürlich – und zwar auf Brilux Radio!

00:26:34: Hört doch gerne rein wenn ihr Lust habt auf ganz viel Inspiration und natürlich ziemlich gute Musik!

00:26:45: Werbungende.

00:26:46: Ja

00:26:46: klar und als Kind ist das ja, wenn man da reinwächst, ist es ja irgendwie auch völlig normal dass

00:26:50: er durch die alte

00:26:51: Tür geht.

00:26:51: Man muss nicht drauf achten.

00:26:52: Genau.

00:26:53: Wenn's um die Kurve ging, ist das einfach völlig normal, dass ich mehr Platz hatte.

00:26:56: Dass du

00:26:56: einfach rennen konntest?

00:26:58: Ja genau, noch viel Platz.

00:26:59: Tausend vierhundert Quadratmeter dieses Haus.

00:27:01: Ich brauch mal so ein paar Bilder wie... Wie sieht's aus?

00:27:05: Gerade wird saniert, sagst du.

00:27:06: Aber in deiner Kindheit.

00:27:07: Wie sah dieses Haus aus?

00:27:08: wirklich wie man sich vorstellt und so ein Rittergut aussieht?

00:27:12: Nein also ja jetzt wird es wieder so wie man es sich vor stellt.

00:27:16: wir haben eine groß angelegte Brandschatzung gab im jahre sixteenhundert sechsund vierzig da ist es ausgebrannt hat ein ganzes Dachgeschoss verloren oder einen halbes Geschoss unter das Dach geschoss verloren.

00:27:28: Diese Situation ist jetzt durch die Sanierung alles wieder hergestellt worden.

00:27:31: Wir haben auch ein paar Anbauten durch die Brandschatzung verloren.

00:27:34: im Dreißigjährigen Krieg, das ist alles so wie jetzt sind wir gerade in ... Wie ist es

00:27:38: denn?

00:27:38: Also steht

00:27:39: da überall

00:27:39: Ritterrüstungen rum und Arngalerien drin?

00:27:41: Nein, jetzt

00:27:41: oder so nicht mehr.

00:27:42: aber Arngalerien waren da!

00:27:43: Und wenn man reingekommen ist dann hat man natürlich Wandvertefelungen mit dem Spiegel drinnen und antiken Fliesenboden belegen.

00:27:49: und dann war da auch eine Arngalerie und das Hängen.

00:27:51: im ganzen Haus hingen immer Truffänen.

00:27:53: weil wir so viel mit der Yacht zu tun haben um mitten in der eigenen Yacht groß geworden sind Hängen überall rotierische und andere Trophäen aus der ganzen Weltgeschichte.

00:28:02: Und dann waren da natürlich, als Kind waren da unglaublich viele antikemöbeln, wo ich mit groß geworden bist, die immer irgendwo rumstanden.

00:28:13: Dann haben wir unser alten Rittersaal, das heißt, als Esszimmer genutzt haben mit einer Wandvertefelung fast deckenhoch.

00:28:19: Wie

00:28:19: viel groß ist dieser Rittersal?

00:28:22: Fast sixty Quadratmeter.

00:28:23: Wahnsinn!

00:28:24: Das heißt ... Hat deine Mutter am einen Ende gesessen,

00:28:27: ein Vater am anderen.

00:28:29: Wenn der Tisch komplett ausgezogen ist, passen da vierundzwanzig Leute dran und da haben wir halt dringend gegessen und unsere Familien feiern und Weihnachten und so was drin gefeiert und Mutter saß vor Kopf.

00:28:39: Gott, was würd ich tun für so'n großen Saal zu Weihnachten?

00:28:42: Was kann man dafür in den Weihnachtsbaum

00:28:44: reinstellen?!

00:28:45: Ja!

00:28:46: Und mit eingelassenen Schränken in den Wandverteflungen und so, damit bin ich groß geworden ja...

00:28:51: Es galt so bisschen Downton Abbey-Wipes auf wenn du so erzählst.

00:28:55: Jetzt sind wir schon beim Thema Ritterkindheit, ist lustigerweise der nächste Hinweis auf meiner Karte.

00:29:01: Klar, du sagtest gerade schon ein riesengroßer Abenteuerspielplatz.

00:29:04: Meine Freunde sind zu mir gekommen und konnten machen was wir wollten.

00:29:07: Es gab einen Hausmädchen oder Kindermädchens.

00:29:12: Wie frei warst Du denn in Deiner Kindheit?

00:29:14: Also auch Zuhause?

00:29:15: oder war die Etikette schon ...

00:29:17: Ist halt so ziemlich überhaupt niemanden interessiert, was ich getan habe.

00:29:21: Ich konnte

00:29:21: so ziemlich wirklich in aller Ehrlichkeit machen, was ich wollte.

00:29:26: Wie viel Kinderzimmer hattest du?

00:29:29: Der ganze Dachboden war ja voll mit Playmobil zum Beispiel.

00:29:33: Das hat Zimmerweise

00:29:35: Playmobil zum Aufbauen und wenn ich keine Lust hatte, das Zimmer aufzuräumen, dann haben wir das nächste Zimmer auf dem Dachboten genommen.

00:29:42: Das war völlig egal, Platz genug!

00:29:44: Und ansonsten ... Ja natürlich, was man gelernt hat von Kindesbeinen an ist... immer altersentsprechend.

00:29:52: Das muss ich dazusagen, da gab es nie viel Druck vonseiten meiner Mutter war meine Mutter ja für zuständig aber Meine mutter hat immer gesagt der jung muss freitenschießen jagen lernen.

00:30:03: das sind so Sachen.

00:30:03: die habe ich gelernt und sie hat sehr viel wert darauf gelegt dass man lernt sich diplomatisch rhetorisch ausdrücken zu können Und eine gewisse auftretenfreies sprechen Und solche Dinge, die haben mir sehr viel geholfen im Leben bis zum heutigen Tag.

00:30:23: Die spürt man

00:30:23: auch?

00:30:24: Ja, danke schön!

00:30:25: Das ist durchaus

00:30:26: als Kompliment gemacht.

00:30:27: Danke, sehr gerne.

00:30:28: Das nehme ich sehr gern an.

00:30:29: also bewusstes Formulieren und dergleichen da hat sie viel Wert draufgelegt, hat sie selber nicht erfüllen können aber sie fand das toll, wenn ich das kann.

00:30:36: Manchmal muss man ja auch ... Denne hervorranglasst.

00:30:40: Genau, das ist fein.

00:30:42: Natürlich sind die Grundsätze einer Tischetikette, die müssen vorhanden sein Aber ansonsten hat es eigentlich gar keinen richtig interessiert.

00:30:52: Wenn ich aus der Schule gekommen bin, was ich den Rest des Tages gemacht hab ... Ich muss mal zu Hause sein, wenn's dunkel ist oder was ich so gemacht habe, hat nicht immer einen

00:31:00: interessiert?

00:31:01: Also, wenn du das so erzählst, es hat ja wirklich was Märchenhaftes für jemandem, der als Außenstehender zu hört.

00:31:07: Weil man denkt, oh wow!

00:31:08: Diese Möglichkeiten die man da hat... Gibt es was, wo du sagen würdest?

00:31:13: Als Kind war das für mich das Größte.

00:31:15: Oder ist auch heute noch meine schönste Kindheitserinnerung mit diesem Haus oder anwesend Verbinde?

00:31:23: Ich denke, dass man das ein bisschen aufteilen müsste.

00:31:25: Also wenn man's familiär sieht aus der Familienstruktur heraussieht dann ist das klassischerweise Weihnachten Nikolaus-Weihnachten.

00:31:32: wir hatten immer Nikolaustair.

00:31:33: gekommen ist, wo man noch klein war also aus dem Dorf natürlich Nikolausta weil er gekommen ist.

00:31:38: Das waren schöne Zeiten.

00:31:42: Es war beim Großwerden eine der emotionalsten Dinger, die ich sehr gerne denke.

00:31:48: Die Hirschprunft.

00:31:50: Jetzt klingt das bis es mal alles sehr jachtlich orientiert.

00:31:53: aber wer so ein bisschen was von einer Yacht versteht und nachvollziehen kann... Ich kann.

00:31:58: heute noch stehe ich auf dem Hof und im September wenn die Hirschsprunft ist höre ich die Hirsche oberhalb von der Kapelle.

00:32:02: Die sind fünfhundert Meter von uns entfernt, wenn sie am Brumften sind Das hört man jeden Abend, wo man mit ... Also ich höre keine Autos.

00:32:09: Aber hier höre die Hirschsprunft vom Haus aus!

00:32:14: So das sind Sachen da denke ich sehr gerne dran weil es eine unglaublich schöne Zeit war, weil es ne ganz intensive Zeit war.

00:32:19: im September wenn Hirschprunft ist auch mit Vater dann im Wald und so was alles Und ansonsten als Kindheitserinnerung ehrlich gesagt Die Freiheit im Wald zu tun und lassen, was wir tun konnten.

00:32:32: Ich war mit meinen Ponys und meinen Hunden unterwegs also das waren so hauptsächlich meine Begleiter und habe die Welt erkundet und geschaut wie weit meine Tagesstreifzüge so gehen können ja.

00:32:43: Und du bist den ganzen Tag geritten und geritten?

00:32:46: Ja genau so in der Art

00:32:49: kann man sich gar nicht vorstellen!

00:32:51: Ja und ja nicht nur mit dem Pferd unterwegs gewesen auch mit einem Hund einfach ich konnte ja gefährlich.

00:32:55: eines interessiert ja es war ihr Eigentum Für ich egal.

00:32:59: Es ist ja völlig egal, um wie man Verstecken spielen

00:33:03: kann in so einem Haus.

00:33:04: Also das war so mein Liebesspiel.

00:33:07: als Kind, dann stelle ich mir das vorher auch so ein Rittergut.

00:33:10: Das ist natürlich völlig irre!

00:33:12: Da kommt wahrscheinlich der eine oder andere Geistern auch um die Ecke?

00:33:15: Gibt es Gardso über Geistergeschichten?

00:33:17: also gibt's das für euch?

00:33:18: Ja natürlich gibt's da Geschichten zu, unser Hausgeist ist Rutger...

00:33:21: Es gibt sogar

00:33:22: einen

00:33:23: Hausgeiss?!

00:33:23: Ja, er heißt Rutga und das ist zurückzuführend auf diesen Brudermord von dem ich vorhin schon sprach.

00:33:28: Und Rutger ist der jüngere Bruder, der schlussendlich sein älteren ermordet hat aus der Situation heraus moralisch falsch gehandelt hat, ist gefangen zwischen den Welten und lebt im Haus auf ewige Verdammness.

00:33:42: Das ist die Geschichte, die wir den Kindern erzählen.

00:33:43: Wie oft war Rutger schon bei dir?

00:33:46: Wenn wir jeden Hoferben einmal fragen wird jeder sagen, wir haben ihn wahrgenommen, ihm gibt es wirklich!

00:33:55: Jeder hat seine eigenen Schlüsselerlebnisse, wo man gesagt hat das ist anders auf

00:33:59: einmal.

00:33:59: Was war da eins?

00:34:02: Also... Es gibt ja so Situationen Wenn man damit groß wird, und ehrlich gesagt weiß jeder sich wie sich auf alten Dielen schwere Arbeitsstiefel anhören die da herlaufen.

00:34:13: Das ist nur kompliziert wenn man die hört und weiß das ganze Haus ist leer und niemand ist da.

00:34:18: Da krieg ich direkt hier Gänsepelle!

00:34:20: Also

00:34:20: wenn man wirklich weiß niemand is da weil seine Eltern irgendwo im Ausland zu Yacht sind und man einfach alleine in so einem Haus ist und weiß wie sich so schwere Arbeitstiefeln anhören ja.

00:34:31: Rutger?

00:34:32: Wenn du willst, komm auch mal als Podcastgeist vorbei.

00:34:37: Ich hätte da ein paar Fragen!

00:34:39: Ja also was gehört ja irgendwie auch dazu?

00:34:41: Ich dachte immer ... oder man denkt so häufig dass es das eigentlich gar nicht mehr gibt so in unserer modernen Welt.

00:34:48: aber es ist ja auch so schön, dass die Tradition so fremd sie für einen manchmal klingen mögen und das was du eben alles erzählt hast mit der Erbreinfolge usw.

00:34:57: dass das irgendwie auch erhalten wird.

00:34:58: Und daraus entstehen ja immer auch Geschichten und ich meine, wie viele auch moderne Serien zum Beispiel basieren genau auf solchen Geschichten?

00:35:06: Gerade hier so Maxton Hall und so ist doch gerade ein Riesentrend

00:35:08: hat damit auch was zu tun, dass solche Werte wie sie auch in der Gesellschaft teils verschrien werden.

00:35:13: aber auf anderen Seite geben solch Dinge Struktur und Menschen brauchen Strukturen und solche Wärte um irgendwie auch besser mit unseren aktuellen Problemen klarzukommen.

00:35:22: denn die Sorgen hatten die vor fünfhundert sechshundert sieben hundert achthundert Jahren anders.

00:35:27: Aber sie hatten Sie.

00:35:28: Ich wollte grad sagen, genau!

00:35:29: Und Sie wussten, dass diese Strukturen Ihnen irgendwie helfen?

00:35:32: Wir können das heute wissenschaftlich viel besser belegen auf allen Neurowissenschaften und dergleichen.

00:35:37: Kann man es sicherlich viel bester darstellen... ...aber es hilft Menschen.

00:35:41: Strukturen helfen Menschen.

00:35:44: Du sagst es aber lass uns noch mal kurz bei diesen in Anführungsstrichen Märchen haften oder auch seriellen was?

00:35:49: wenn was man gerade so hat bleiben war es tatsächlich so dass du damals dann schon auch so der der umworbene Ritas-Junge war.

00:35:57: Nein, so gar nicht!

00:35:58: Du zerstörst

00:36:00: meine Illusion Tag, wenn ich dachte, dass jetzt hier die große Romance kommt.

00:36:03: Nein

00:36:03: überhaupt gar nicht, nein so wirklich gar nicht.

00:36:07: Weil das dann doch eher negativ konodierter war weil man da hinten isoliert als irremiet... und völlig nicht kalkulierbar mitten im Wald groß geworden ist.

00:36:15: Und ... man also doch sehr aktiv an der Gesellschaft teilnehmen musste, was immer mit Aufwand verbunden war und sich irgendwie so treffen und keine Ahnung, Fahrrad fahren, Skateboard fahren und solche Dinge alles oder irgendwie rumhängen und chillen einfach nicht wahr?

00:36:30: Ich hab ja im Wald mit rumgehangen, mit meinen Bäumen und meinen Hunden.

00:36:35: Aber das war

00:36:36: ...

00:36:37: Also ich will jetzt nicht sagen, dass ich gesellschaftlich inkompatibel bin.

00:36:40: Das auf keinen Fall.

00:36:40: aber man war immer außen vor ein wenig und es war immer kompliziert das man nicht mit Vorurteilen behaftet wurde ja weil man halt anders gelebt hat komplett anders gelegt hat und auch über andere Dinge gesprochen hat als Gleichaltrige in dem Alter.

00:36:56: Ja und du hast sich wahrscheinlich auch anders artikuliert?

00:36:59: Das

00:36:59: kann durch ausgesprochen werden.

00:37:03: Würdest Du um das Kindertema so ein bisschen abzuschließen Würdest du aus heutiger Sicht sagen, dass du genauso eine Kindheit gerne wieder gehabt hättest?

00:37:13: Ja, weil ich sie ja gar nicht anders kenne.

00:37:14: Also insofern ist es ja schwierig zu beurteilen wenn man nur A kennt und wenn man A und B nicht kennt kann man schlecht über B beurteilten.

00:37:23: Ich habe aber beim Aufwachsen von meinem Sohn haben wir sehr drauf geachtet das er in etwas andere Kindheit gehabt hat und der hat ein sehr aktives Sozialleben ist relativ viel unterwegs für seine einzwanzig schon quer durch Deutschland und kümmert sich.

00:37:35: Und wir lassen ihn auch sehr in Ruhe, und er hat einen recht festen Freundeskreis, wo wir darauf geachtet haben, dass er den aus Schulzeiten behalten hatte und weiterentwickeln konnte, weil er halt nicht der Charakter war, der ... In einer gewissen Isolation leben konnte und damit ganz zufrieden

00:37:51: ist.".

00:37:51: Das heißt du hast quasi so ein bisschen aus deiner Kindheit Resumee gezogen und guckt okay was sind vielleicht kleine Stellschrauben?

00:37:58: Ja und für ihn individuell.

00:38:00: Wenn ich jetzt irgendwann mal, wenn sollte ich in zehn Jahren mit dem Glück gesegnet sein dass sich ein Enkel bekomme dann würde ich das vielleicht anders entscheiden.

00:38:08: Das liegt aber an dem Charakter des einzelnen Kindes.

00:38:11: Ich könnte noch Ewigkeiten darüber sprechen Aber ich habe noch so ein paar andere Themen hier auf den Kärtchen.

00:38:16: Und da steht eins drauf nämlich Kapelle Die hast du eben schon angesprochen Hast gesagt, fünfhundert Meter über der Kapele Hört man die Hirsche.

00:38:23: Ihr habt eine eigene Kapelle?

00:38:25: Genau, wir haben eine eigene Kappe.

00:38:26: Ich möchte es dir kurz skizzieren.

00:38:28: Du kommst aufs Hofgelände und dann thront sie am Ende des Hofes leichter.

00:38:34: Haben im Berg ...

00:38:35: Wie sich das gehört!

00:38:36: Genau so wie sich das geht.

00:38:37: Es gibt auch kein Gebäudevorbau dergleichen vor, sondern man steht mit da auf dem Hof und hat ne freie Sicht auf die Kapella.

00:38:43: Alle Gebäudes sind drum herum eingekürzt worden, sodass man die Kapell nicht ... beschneidet ihn in ihrer Sichtachse schlussendlich und dann liegt die ungefähr vierzig, fünfvierzig Meter Höhenmeter oberhalb vom Hofgelände im Berg.

00:38:56: Die Kapelle ist... dem Heiligen Hubertus-Gewalt, dem Schutzpatronen der Jagd.

00:39:00: Wie sollte es auch anders sein?

00:39:01: Ja, das kenne ich natürlich.

00:39:02: Mein Opa war Schützenbrüder bei Sankt Hubertos-Schützenbruderschaft.

00:39:06: Ich glaub die gibt's in jedem Ort und auch in jedem Fädel von Köln!

00:39:10: So ist sie dem Heilig Mubertus Gewalt.

00:39:13: Das ist unsere eigene Familienkapelle, in der wir alle getauft sind und geheiratet haben.

00:39:18: Wir haben eine Sondergenehmigung, dass wir uns auf unserem eigenen Grund den Boden beerdigen lassen dürfen

00:39:23: Und das ist eine Seltenheit in Deutschland.

00:39:25: Das ist ja sehr streng.

00:39:25: Ja, es ist eine von ganz wenigen Sondergenehmigungen im HSK die uns aber vorliegt und solche Dinge alle führen natürlich dazu.

00:39:34: Die Kapelle ist eines der Elemente.

00:39:36: jetzt möchte ich in der Rhetorik nicht abschweifen von vor sechzig-siebzig Jahren aber die Psychologie heutzutage spricht immer noch von einer gewissen Blutbodendbindung.

00:39:45: Diese Formulierung der Blutbodenbindung ist durch den Nationalsozialismus ein bisschen in Verruf geraten.

00:39:51: Was

00:39:51: versteht man unter Blut-Bodenbindung?

00:39:53: Das, was es schlussendlich aussagt, dass einfach das Blut an den Boden doch sehr dran gekoppelt ist.

00:39:59: und wenn du dir überlegst, dass ich als Hausgeburt groß geworden bin vom ersten Atemzug an...

00:40:03: Du bist auch auf dem Gelände geboren!

00:40:06: Und dass soweit geht bis wir auf unserem Gelände beerdigt werden dann kannst du dir vorstellen, was Blutbodenbindung bedeutet.

00:40:14: Also das möchte ich, wie gesagt ... Das will ich nicht zum ... Das hat der Nationalsozialismus ein bisschen kaputt gemacht.

00:40:21: Diese Formulierung?

00:40:22: Dennoch spricht man da heutzutage von und die Kapelle ist sicherlich eines der wichtigsten Instrumente um diese Blutbodenbindung in irgendeiner Art und Weise aufrechtzuerhalten.

00:40:29: denn wenn man da getauft wird dort heiratet in seiner eigenen Familienkapelle und schlussendlich weiß wo man beerdigt wird und damit den Blick immer auf den Hof hat, wenn man beerdigt ist Und jeder der Familie jederzeit kommen kann Dann gibt das ein ganz anderes Zuhause-Gefühl.

00:40:46: Und eine ganz wahre Bindung?

00:40:47: Echtes Zuhauser!

00:40:49: Ja, alles findet da statt.

00:40:50: Genau und jegliche Opferbereitschaft dafür wird erbracht um das zu erhalten.

00:40:54: Wow.

00:40:56: Habt ihr dann einen Friedhof um die Kapelle oder gibts ne Gruft?

00:41:00: Wir haben unter der Kapele ne Grufft und wir haben jetzt in den letzten Jahren die Genehmigung insofern erweiterte.

00:41:06: sogenannte Ohrenstählen also Kolombarien liegen momentan auf dem Hof, die müssen aufgestellt werden für nächstes Jahr.

00:41:12: Denn ... Die Gruft im städtischen Bereich ist voll und rein rechnerisch wäre jetzt mein Vater der nächste.

00:41:20: Natürlich kann mir in fünf Minuten auch was passieren, aber rein rechnerisch wäre mein Vater den nächsten, den wir beerdigen müssen.

00:41:25: Du bist safe bei uns!

00:41:27: Dankeschön.

00:41:27: Ich

00:41:27: schütze dich mit meinem Gehirn.

00:41:28: Ich bin quasi dein Ritter heute.

00:41:31: Also sei meine Hand genau.

00:41:33: Ähm... Und?

00:41:35: Also mussten wir das jetzt vorbereiten, dann werden die Ohrenstählen vorbereitet und aufgestellt.

00:41:39: Dann haben wir da für die nächsten sechs Generationen wieder Platz.

00:41:43: Wahnsinn!

00:41:44: Also wirklich bin ich absolut fasziniert.

00:41:46: Und es ist

00:41:47: schön ... Zu dieser Kapelle noch?

00:41:49: Wie gesagt was ich sage, sie ist einer der wichtigen Faktoren.

00:41:52: Ich bin da getauft worden, mein Vater hatte damals einen Säge-Hirsch geschossen, dann bin ich auf dem Hirsch getauft geworden.

00:41:59: Auf dem Hirsche

00:42:00: getauft?

00:42:00: Ja genau.

00:42:01: Aber auch im Leben denn oder?

00:42:02: Nein, er war schon tot aber...

00:42:03: Und wie?

00:42:04: der lag dann da in der Kapelle und du als Baby obendrauf?

00:42:07: Natürlich, natürlich.

00:42:08: Ganz ...

00:42:10: Ist das ein Tredite hab ich von dir?

00:42:13: Nein!

00:42:14: Wir sind eine jachtliche Familie die unglaublich viel Yachtgeschichte aufweisen kann.

00:42:19: Mein Urgroßvater hat den Deutschen Yachtverband gegründet und des Gründungspräsidenten gewesen.

00:42:24: Alle, die heutzutage im deutschen Yacht-Verband sind, können ihm dankbar sein weil er den DRV-Jachtschutzverband gekündigt hat.

00:42:31: Sein Lebenshirsch, der bei uns ... Unfassbar!

00:42:33: Ja und sein Lebenshirch, der er bei uns achthundert Meter über dem Hof gestreckt hat.

00:42:38: Dieser Lebenshirsche ist eine große deutsche Geschichte mit unserem Reichsjägermeister Hermann Göring gekoppelt aus seiner nationalsozialistischen Zeit.

00:42:45: Und dieser Hirsch ist nach wie vor das Embleme was jeden Tag beim Deutschen Yachtverband auf jedem Briefkopf steht heute noch.

00:42:52: Und jedes Emblem, was am Hut getragen wird, ist dieser Hirsche.

00:42:55: Der kommt aus deiner Familie?

00:42:56: Ja wir haben eine unglaublich wichtige Jagdgeschichte in einer Familie Und damit hängt das einfach zusammen und dann heiraten wir da alle.

00:43:03: Ich hab sie jetzt saniert, die Kapelle für meine

00:43:06: zwei Traumzeiten.

00:43:08: Sie war der Stiefkind der Stiefkinder?

00:43:10: Ja.

00:43:10: Das hat einfach was mit finanziellen Möchtigkeiten zu tun und Liquidität einfach zu tun.

00:43:15: Wir können uns alle vorstellen dass die letzten Jahre auch nicht so immer die über den letzten zwanzig dreißig Jahre und darüber hinaus nicht die besten waren in einer wirtschaftlichen Situation immer mal zwischendurch.

00:43:23: Dann kann man froh sein wenn man seine eigenen Dachen repariert kriegt und nicht noch irgendeine Kapeelle saniert die sowieso keinen Sinn macht.

00:43:28: Aber mittlerweile ist es so ... Also, ich hab sie zur Hochzeit mit meiner Gattin.

00:43:33: jetzt, mit meiner zweiten Ehe, im Jahr zwölfzehn und zwanzig haben wir sie saniert.

00:43:36: Wir haben sie ein Jahr saniert und haben sie wiederhergestellt wie sie vor hunderten von Jahren

00:43:39: war.

00:43:39: Das nennt sich mein Hochzeitsgeschenk?

00:43:40: Ja, das war einer der Gründe, warum mich das wollte.

00:43:43: Sind Sie die Wende bemalt?

00:43:44: Ja!

00:43:45: Wir haben einen Sternenhimmel drin.

00:43:46: Die Wände sind klassisch weiß und dann hängen ganz viele Trophäen aus dem Revier drin.

00:43:51: Aus einem Wilzhauser Kernrevier Und wir haben die Decke ist klassisch in tiefem Königsblau mit goldenen Sternen und wir haben unsere Sternzeichen einmalen lassen.

00:44:01: Ja, ganz intim und romantisch.

00:44:05: Ganz intim und Romantisch und die Kappeile steht jetzt mittlerweile für Hochzeiten zur Verfügung und andere externe Taufen und Hochzeitniveau durchgeführt haben um einfach ... die jetzige Substanz erhalten zu können.

00:44:16: Das ist einfach darum, geht's einfach.

00:44:18: Ja irgendwie muss sich so ein Riesenanwesen natürlich auch finanzieren.

00:44:21: das wird auf jeden Fall nicht einfacher.

00:44:23: Aber sag mal wie lebt denn jetzt so'n moderner Ritter?

00:44:26: Also, lebst du noch in dem Haus?

00:44:28: Was gerade saniert wird auch, um eine Tausend vierhundert Quadratmeter.

00:44:31: Oder wie muss man sich so dein räumliches

00:44:33: Leben ... Ich bin mit meiner Gattin im Jahr zweitausendfünfzehn in unsere Försterei umgezogen, wo klar war, dass wir den Hof sanieren müssen und das große Haus sanieren, denn es wäre hier völlig vermessen, tausendvierhundert-Quadratmeter selbst zu bewohnen.

00:44:43: Das kann A keiner putzen und B keine Nebenkosten bezahlen.

00:44:46: Das muss man erst mal heizen!

00:44:47: Ja genau, das muss man erstmal heizen.

00:44:49: Und ich bin ja noch groß geworden.

00:44:51: Fenstern, die keine Fenster waren und wo der Kit rausgefallen ist.

00:44:54: Wo wir teilweise nur ein zwei Räume hatten, die im Winter zu beheizen waren weil es anders gar nicht ging.

00:45:01: Da bin ich ja noch groß geworden und so habe ich meinen Sohn noch groß gezogen.

00:45:06: Und wir sind in der Zufahrt ist die ehemalige Försterei.

00:45:10: Die haben wir saniert und da sind wir eingezogen, wo es dann klar war, dass oben am Gebäude was passieren wird.

00:45:14: Jetzt arbeiten wir immer in relativ langen Zeitschienen.

00:45:16: Für uns sind das nicht lange Zeitschienen aber für die normale Bevölkerung sind das lange Zeit schien.

00:45:20: Also wir wussten, dass in zehn Jahren etwas passiert also haben wir das schon mal vorbereitet.

00:45:24: Genau andere sind froh, weil sie wissen, was morgen passiert.

00:45:27: ich denke aber das kommt aus der Forstwirtschaft kommt.

00:45:31: Wir waren ja immer in der Forrestwirtschaft verankert.

00:45:34: Ja, absolut.

00:45:35: Also was sind zehn Jahre in der Forstwirtschaft?

00:45:39: Keine Ahnung, halber Meter Zuwachs.

00:45:41: So, das war's.

00:45:42: Peng!

00:45:43: Ja... Also denken wir da in etwas anderen Zeitschienen und momentan denke ich so über die Jahre... ...zweitausendfünfunddreißig bis zweitausendsvierzig nach, was ich so vorhabe, was dann ungefähr passieren wird.

00:45:56: Das ist ein guter Denkanstoß, das hab ich bisher noch nie drüber nachgedacht.

00:46:00: Doch, das gestalte ich aktuell, fang ich an zu gestalten, was ich mir so in zehn Jahren vorstelle ... wo ich in zehn hier hin will?

00:46:06: Aber ihr lebt jetzt

00:46:07: nicht sofort aus.

00:46:09: Meine Frau und ich leben in der Försterei.

00:46:11: Mein Sohn erwachsen hat eine eigene Wohnung auf dem Hof, wohnt da, zahlt Miete, wie sich das gehört, ordnungsgemäß.

00:46:16: Da gibt's keine Sonderprivilegien von Papa, sondern kann er selber verarbeiten.

00:46:21: Das fällt nicht vom Baum.

00:46:22: Das müssen alle verarbeiten!

00:46:25: Ansonsten ist mein Tagesablauf, da klingelt um fünf Uhr dreißig der Wecker.

00:46:28: Ich muss genauso in Betrieb wie jeder andere und bin im Außendienst und sitze siebzig Tausend Kilometer im Jahr im Auto und bin durch ganz Deutschland unterwegs und kümmere mich um meine Angestellten und meine Kunden und versuche alles irgendwie nebenbei zu managen.

00:46:39: Nur dass du eben nicht abends ins Rheinhäuschen zurückkommst?

00:46:41: Sondern eben

00:46:42: aufs Anderen ansehen?

00:46:44: Meistens bin ich um zehn Uhr noch im Büro und bewege mich aber grundsätzlich auf eigenem Anwesen.

00:46:50: Da kann ich eine sehr schöne Geschichte erzählen wenn du das so hören möchtest.

00:46:53: Schieß los!

00:46:55: Das passt ja zu dem Job.

00:46:56: Also nicht zum Job, aber ... Ich kann

00:46:58: hier eine schöne Geschichte dazu erzählen.

00:46:59: Ich habe mit unserer städtischen Gemeinde eine ernsthafte Diskussion mal geführt über das Thema der Hundesteuer.

00:47:08: Thema Hunde anmelden und Hundesteuern.

00:47:10: Und ich habe das einfach sehr ernsthaft geführt, dass ich das in keinem Satz einsehe, weil diese Hunde, die bei mir leben...

00:47:18: Nur auf deinem Gelände

00:47:18: sind?

00:47:19: Die leben auf meinem Gelände!

00:47:20: Der Tierarzt kommt zu mir Und die sterben auf meinem Gelände und werden geboren.

00:47:25: Ich sehe es nicht einsehe, dass ich dafür für unsere zuständige Meine noch eine Hundesteuer bezahlen muss, weil das ist ja mein Eigentum, wo wir uns hier drauf bewegen.

00:47:37: Das war nicht so'n fruchtbare Unterhaltung ... Ich folgert deine steuerliche

00:47:40: Kämpfe sind schwer auszubechten

00:47:42: in Deutschland!

00:47:42: Das war keine ganz fruchtbaren Unterhaltungen, aber dann musste ich leider die ... Sonderprivilegiertenkarte ziehen und habe dann von meinem Haus recht gebraucht gemacht.

00:47:50: Sie haben meine Grundstück gerne verlassen können, weil sie nicht die Kompetenz besitzen, das mit mir inhaltlich zu debattieren.

00:47:57: Und dann gingen sie dreißig Meter weiter oder fünfzig Meter weiter und meinten, dass mein Grundstückt aufhört.

00:48:02: Dann muss ich sie darauf hinweisen, dass sie noch ungefähr siebenhundert Meter zu laufen haben bis ihr die Grundstücksgrenze erreicht habt.

00:48:09: Wenn sie möchten, können sie dort stehenbleiben Ja.

00:48:15: Ich weiß, dass das privilegiert ist und ich möchte da auch nicht arrogant klingen aber ab und zu müssen wir so Karten schon mal ziehen.

00:48:21: Also

00:48:21: sollte ich mich demnächst nochmal mit den Finanzamt anlegen, wo wichtig er an, ne?

00:48:26: Oh

00:48:26: Mann!

00:48:26: Ich könnte noch stunden mit dir weiterreden.

00:48:28: Vielleicht zum Abschluss noch einmal eine kleine visuelle Reise durch euer Haus also in dem du jetzt lebst.

00:48:35: Ist das auch so... Alteingerichtet.

00:48:38: Hat man das Gefühl, man ist auf dem Ritter gut?

00:48:41: Oder sagt ihr, da haben wir eine andere Welt für uns erschaffen?

00:48:44: Nein, es ist schon sehr ländlich geprägt mit vielen Antiquitäten zwischendurch hier und da.

00:48:51: Aber meine Frau versucht schon, dass wir dort einen modernen Einfluss haben.

00:48:57: Das ist also nicht nur ... Kirsch-Holzmöbel außer Gründerzeit sind, sondern schon modernen Einfluss haben.

00:49:04: Es fängt schon bei Bilderrahmen an, also heutzutage mit modernen Leinwänden und nicht nur alles eine Passportur eingerahmt.

00:49:09: Wir haben die Zimmer ein bisschen aufgeteilt.

00:49:11: Also das Esszimmerob liegt mir?

00:49:13: Und wenn man da reinkommt, dann glaubt man sicherlich wir sind noch wie vor drei hundert Jahren.

00:49:19: Muss ich ja meine ganzen Erbstücke irgendwie unterbringen und Trophäen unterbringen.

00:49:23: Das Esszimer hebt sich doch sehr von abend.

00:49:25: Die Weihnachtserinnerung ... Ja,

00:49:27: genau.

00:49:28: Da hängt auch vieles mit zusammen und ... Aber ansonsten ist es ein sehr ländlich geprägter Einrichtungsstil in hell.

00:49:41: Ja?

00:49:41: Viele helle Farben, bisschen Paspatel dabei.

00:49:45: Und ja!

00:49:47: Also, es ist fein, aber es sind ganz viele Menschen, die reinkommen, sagen wir für hier ist es gemütlich.

00:49:52: Es ist wirklich sehr gemütlig.

00:49:55: Mit vielen kleinen indirekten Lichtern überall.

00:49:58: Man muss sich wohlfühlen, im eigenen Zuhause ganz besonders.

00:50:00: Und du hast viel Platz zum Wohlfüheln und ich glaube es gibt auch viele Geschichten so gruselig sie hier und da auch manchmal sind.

00:50:10: aber mit vielen Geschichten kann man zurück in die eigene Kindheit reisen zumindest das was man sich vorgestellt hat und Du hast genau das erlebt.

00:50:18: Es war mir eine wirklich große Ehre, dass du da warst.

00:50:21: Ja

00:50:21: es hat mich total gefreut!

00:50:22: Wir können gerne Teil zwei machen, Teil drei, Teil fünf ist mir völlig egal, machen wir sehr gerne.

00:50:27: Und wie soll man

00:50:29: mit dieser Adels Tinder-App sozusagen nachdenken?

00:50:31: Ich glaube das ist ne Marklücke.

00:50:33: Naja auch wenn du quasi offiziell kein Ritter mehr bist schlage ich dich auf jeden Fall zu unserem Podcast Ritter hier.

00:50:38: Dankeschön Das war richtig richtig toll super interessant und danke, dass Du uns ein bisschen mit in Deine Welt entführt hast.

00:50:45: Sehr gern, es hat mir unglaublich viel Spaß gemacht und ich bin für jede weitere Schandtart zu haben.

00:50:50: Willkommen auf dich zurück!

00:50:51: Aus der Schlacht kommst du nicht mehr raus mein Freund, ich sag das dir.

00:50:54: Und auch wenn ihr jetzt sagt so ein bisschen Spektakel könnte ich mich noch gönnen also musikalisches Spektakle dann einfach reinhören.

00:51:01: Prilux Radio hat natürlich auch mittelalterliche neu interpretierte Musik wie auch immer.

00:51:07: Schön dass ihr dabei wart.

00:51:08: wir hoffen euch hats gefallen.

00:51:09: unser kleiner Ausflug Auf das Rittergut von Tarquin und seiner Familie.

00:51:14: Ansonsten freuen wir uns, wenn ihr nächstes Mal wieder dabei seid!

00:51:16: Tschüssi!

00:51:23: Oder war es so ein Kindergarten?

00:51:37: Nee, das war Grundschule.

00:51:39: Dass ich mit ihrem Babyspiel ... Ich hab den in Maklamotten geschneidert und

00:51:46: sowas.

Neuer Kommentar

Dein Name oder Pseudonym (wird öffentlich angezeigt)
Mindestens 10 Zeichen
Durch das Abschicken des Formulars stimmst du zu, dass der Wert unter "Name oder Pseudonym" gespeichert wird und öffentlich angezeigt werden kann. Wir speichern keine IP-Adressen oder andere personenbezogene Daten. Die Nutzung deines echten Namens ist freiwillig.